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Slave Warrior: The Beginning
NGR 2007, R: Oliver O. Mbamara, D: Oliver O. Mbamara, Fabian Adibe, Regina Askia,
115’ | DVD, OmeU



Oliver Mbamaras ambitioniertes Historienepos nimmt seinen Ausgang im gegenwärtigen New York. Ein Brandeisen aus der Frühzeit des Sklavenhandels zaubert blutende Male auf die Brust eines nigerianischen Studenten. Das wundersame Vorkommnis veranlasst ihn, das Land seiner Herkunft aufzusuchen, wo er im Zustand der Trance Kontakt zu seinen Ahnen aufnimmt.
Wie in Chinua Achebes Roman Things Fall Apart ist die präkoloniale Wirklichkeit, in die der Film nun eintaucht, kein Paradies: Stammeskriege und andere Konflikte zerrütten das Zusammenleben. Mit der Ankunft europäischer Sklavenhändler verschlimmert sich die Situation noch. Was Slave Warrior demgegenüber aber beharrlich herausstellt, ist die Bereitschaft der Stammesoberen, aus Ranküne mit den weißen Eindringlingen zu
kooperieren. Die Geschichte, die den Studenten in der Gegenwart heimsucht, verweist nicht auf eine Ursünde in archaischer Vorzeit, sondern etabliert einen geschichtlichen Schuldzusammenhang, der nur durch das Handeln nachfolgender Generationen überwunden werden kann.

So 13.6. 21h



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