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Bled number one
F/DZ 2005, R: Rabah Ameur-Zaïmeche, M: Rodolphe Burger, D: Rabah Ameur-Zaïmeche, Meryem Serbah, Abel Jafri, 102‘ | 35 mm, OmeU



Bled number one schließt nahtlos an Ameur-Zaïmeches Debüt Wesh wesh, qu'est-ce qui se passe ? an: Kamel findet sich nach seiner Verhaftung in Frankreich im Dorf seiner Eltern in Algerien wieder. Sein Pass hat Algerien in den Augen der französischen Behörden zu seiner Heimat gemacht. Die anfänglichen Versuche Kamels, sich der Dorfgemeinschaft zu nähern, misslingen – zu unterschiedlich sind die Lebensumstände. Das Land um das Dorf
herum ist Aktionsfeld algerischer Integristen. Immer wieder kommt es in der Bar zu handgreiflichen Auseinandersetzungen. Die Dorfbewohner riegeln die Zufahrtsstraßen schließlich mit einer Straßensperre ab. Unterdessen werden die Differenzen zwischen Kamels Lebensstil und dem des Dorfes immer offensichtlicher. Kamel nähert sich Louisa an, die sich gerade von ihrem Mann getrennt hat – die Beziehung der beiden ist zunächst vor allem eine Art Allianz der Außenseiter. »Louisa hat aufgehört ihren Traum zu verinnerlichen. Kamel hat verstanden, dass er sein Land in sich selbst tragen muss. In der selben Weise ist für Rabah Ameur-Zaïmeche das ›Bled number one‹ schlussendlich weder Frankreich noch Algerien, sondern ganz schlicht und einfach sein Kino.« (Hassouna Mansouri).

Fr 18.6. 21h
So 20.6. 21h


Einführung am 18.6.: Irit Neidhardt


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