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Babae sa Breakwater | Woman of Breakwater
RP 2004, R/B: Mario O‘Hara, K: Rey de Leon, D: Katherine Luna, Kristoffer King,
Gardo Versoza, Alcris Galura, 127‘ | 35 mm, OmeU



Bekannt geworden ist Mario O'Hara vor allem als Drehbuchautor für Lino Brocka:
Tinimbang ka ngunit kulang (You Were Weighed but Found Wanting) und Insiang sind längst Klassiker nicht nur des philippinischen Kinos. O‘Haras eigene Regiearbeiten
sind außerhalb der Philippinen weniger bekannt.
Sein jüngstes Werk Babae sa Breakwater (Woman of Breakwater) ist durchdrungen
vom Geist der sozialkritischen Slum-Epen Brockas und dessen Zeitgenossen Ishmael Bernal. In den Slums Manilas lebt eine Gruppe von Menschen von dem Müll, den das hoffnungslos verdreckte Meer Tag für Tag gen Ufer spült. Zwei Brüder, Buboy und Basilio, Neuankömmlinge aus der Provinz, wollen hier ihr Glück finden. Basilio lernt die Prostituierte Paquita kennen und legt sich mit deren Zuhälter Dave an. Sicher nicht zufällig erinnert
diese Grundstruktur an Brockas Manila in the Claws of Neon. O'Haras Film eignet dabei jedoch eine erzählerische und stilistische Freiheit, die den Didaktiker Brocka selten interessiert hat. Der Regisseur lädt die Lebenswelt seines Films mit humoristischen und magisch-realistischen Elementen, zahlreichen liebevoll ausgestalteten Nebenfiguren und musikalischen Einlagen auf. »Like Basilio, O’Hara wanders the edges of a vast sea of experience, picking up and putting together objects of beauty and horror and tenderness
and tragedy out of the pieces washed ashore.« (Noel Vera).

Di 02.06. 20h

Einführung: Axel Estein


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